Bis zum Jahresende ein volles Gemüseregal - dank unseren Kurzpachten.

27.08.2025

Wir bauen auf unseren Felder das ganze Jahr frisches Gemüse an. Dieses Land reicht jedoch nicht, um all unsere Kunden zu jeder Zeit mit reichlich Frischwaren zu beliefern. Der Landbedarf ist grösser.

Aus diesem Grund «mieten» wir bei unseren benachbarten Landwirtinnen und Landwirten für eine begrenzte Zeit im Jahr einzelne Kulturflächen. Das nenne wir «pachten».

Oftmals beginnt die Pacht nach der Gersten- Weizen- oder Industrieerbsenernte. Das heisst von Mitte Juni bis Anfangs August. Meistens pflanzen wir hier Salate oder Lagerkabis an. Auch Spinat oder Peterli produzieren wir auf solchen Flächen.

Dazu pflügt der Landwirt sein Stück Land, das er uns verpachtet. Er wendet so mit seinem Pflug dem Boden um. Getreidestoppeln oder Pflanzenreste arbeitet er ins Erdreich ein. Durch das Umgraben erhalten wir eine saubere offene Ackerfläche, die wir weiterbearbeiten können. Wir sind froh, dass er dies für uns macht, da uns für diese intensive Arbeit schlichtweg die Zeit fehlt.

Oftmals kommen wir noch am selben Tag mit unserer Walze. Die freigelegte Erde des offenen Ackers trocknet im Sommer leicht aus. Mit der Walze verfestigten wir die oberste Erdschicht. Es entsteht eine Art Deckel der verhindert, dass die Bodenfeuchtigkeit entschwindet.

Nach wenigen Tagen bepflanzen oder säen wir diese Flächen frisch an, nachdem wir mit der Egge und allenfalls mit Düngergaben das Saatbeet vorbereitet haben.

Wir können jedoch nicht jedes Stück Land als Pacht verwenden. Gerade im Sommer und Herbst, wenn es trocken ist, müssen wir die Setzlinge oder Keimlinge mit Wasser versorgen. Bewässern ist deshalb wichtig. Sei es, dass ein Wasseranschluss am Rand der Parzelle vorhanden ist oder wir mit Leitungen von Wasserquellen wie einem Fluss oder einen Reservoir das kühle Nass heranbringen können.

Diese Zusammenarbeit hat viele Vorteile. Natürlich kann der Landwirt sein Einkommen aufbessern. Der grosse Vorteil liegt jedoch darin, dass sein brachliegendes Land genutzt wird und er keine Zwischenfrucht anbauen muss. Das hilft der Bodengesundheit und wir können unsere Gemüsekunden zufriedenstellen...und dir in deinem Lieblingsladen ein volles Regal mit frischen Gemüsen präsentieren!

Alle Artikel ansehen

Roman Käser
Gemüsegärtner, Technik, Anbau & Pflege